H&T Tool Design | Die Masse macht's (2010)

Die Masse macht's: Weltmarktführer in Marsberg

Gerd Schröder, HSK-Wirtschaftsförderer Michael Bison, Landrat Dr. Karl Schneider und Volker Seefeldt besichtigen die Produktion der Batteriekomponenten bei „H&T Marsberg“. (v.l.n.r.) © Hochsauerlandkreis


Hochsauerlandkreis/Marsberg.
Der Weltmarktführer von Batteriekomponenten und Aerosoldosen hat seinen Sitz im sauerländischen Marsberg. Die „Heitkamp & Thumann Group“ mit den drei Unternehmen „Presspart“, „H&T Marsberg“ und „H&T Tool Design“ beschäftigt „Am Meilenstein“ rund 300 Mitarbeiter und hat einen Jahresumsatz im hohen achtstelligen Bereich. „Die Masse macht es“, beschrieb Geschäftsführer Volker Seefeldt (H&T Tool Design) das Erfolgsrezept beim Betriebsrundgang mit Landrat Dr. Karl Schneider.

 

So werden jährlich über zwei Milliarden Batteriebecher und 250 Millionen mit Teflon beschichtete Inhalationsdosen in Marsberg hergestellt. Mit den 250 Millionen Dosen aus dem Schwesterwerk in England kommen insgesamt 500 von 600 Millionen Dosen auf dem Weltmarkt von der „H&T Group“. „Die Qualitätsanforderung für dieses Medizinprodukt ist besonders hoch. Hier sind Präzision und absolute Sauberkeit erforderlich“, erläutert Presspart-Geschäftsführer Hans-Jürgen Neugebauer den hohen Standard in Marsberg. Die Fehlerquote liegt nur bei 0,03 Teilen auf eine Millionen Stück gerechnet.

 

Auch der Markt der Batteriebecher wird von der „H&T Group“ bestimmt. Von den in der Gruppe hergestellten 8 Milliarden Batteriebechern kommt schon allein ein Viertel aus dem Sauerland. „Wir beliefern damit europaweit alle führenden Hersteller wie Varta oder Duracell, die Firma Energizer sogar zu 100 Prozent“, so Geschäftsführer Gerd Schröder (H&T Marsberg). Mit rund 30 Pressen im Einsatz werden alle gängigen Batteriegrößen bedient.

 

Ohne das Know-how von „H&T Tool Design“ wären die großen Produktionsmengen nicht möglich. Dieser Geschäftsbereich entwickelt und fertigt Werkzeuge aus Stahl, Hartmetall und Keramik sowie geschliffene Präzisionsbauteile und Sondermaschinen, die aber nicht nur innerhalb der „H&T Group“ vertrieben werden. Außerdem dient der Bereich als Ausbildungspool für die Gruppe. Hier ist jeder dritte Beschäftigte ein Auszubildender.

 

Landrat Dr. Karl Schneider zeigte sich beeindruckt von der ständigen Weiterentwicklung der Produkte und der Suche nach innovativen Lösungen für die Prozessabläufe: „Die drei Unternehmen hier vor Ort haben ihre Nischen gefunden, die sie hervorragend besetzen. Sie sind ein Aushängeschild für die Region Südwestfalen.“

 

Quelle: suedwestfalen.business-on.de